Was ist ein Burnout? Und wer kann helfen?

Gestern hatten wir einen Ausbildungstag bei der Diplom-Ausbildung „Stress- & Resilienz-Coach“. Das Thema war dabei „Burnout“, dem ich voller Neugierde entgegengesehen habe. Ist das doch ein hoch aktuelles Thema. Betrifft es doch immer mehr Menschen - auch in meinem Umfeld.

 

Burnout in meinem Umfeld

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Viele Burnout-Gefährdete oder kurz vor einem Burnout stehende Personen kommen ins Yoga und zur Meditations-Lektion. Oder sogar in eine Yogalehrer-Ausbildung. Und auch ich habe mich selber schon 2x nahe an einem Burnout befunden.

 

 

Ein Burnout ist neuerdings von der WHO auch definiert, bzw. die Symptome. Und es ist sehr spannend und erhellend:

 

Burnout ist ein Prozess. Also nichts, dass aus „heiterem Himmel“ passiert, sondern eine schleichende Entwicklung. Salopp gesagt gibt eine

  • gelbe Phase
  • orangene Phase
  • rote Phase
  • schwarze Phase

In der gelben und orangenen Phase kann ein Coach den Klienten gut unterstützen. In der Phase Rot und Schwarz ist es aber notwendig, psychotherapeutische/psychiatrische Hilfe zu holen.

 

Stress: Die ursache und initialzündung des Burnouts

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Ein Burnout ist kein plötzlicher Zustand. Und er verdient es auch nicht, stigmatisiert zu werden. Je mehr wir verstehen, wie ein Burnout sich entwickelt, desto mehr entsteht Verständnis. Denn wir erkennen: Wir alle haben uns mal zumindest in der gelben Phase befunden.

 

Alle berufstätigen Personen (inklusive Hausfrauen/-männer) sind gefährdet – Burnout ist keiner Berufsgattung zuzuordnen. Stress – und somit ein Burnout – kann alle treffen und alle belasten.

 

Burnout Phase Gelb

In dieser Phase befinden sich ganz viele Menschen. Durch ihre Glaubenssätze sind sie bereit, viel zu leisten. Wir sind sehr engagiert und brennen für unser Thema – wie auch immer das gelagert ist. Das können

  • der Job
  • das Hobby
  • der Sport
  • die Kinder
  • der Verein

Doch es kommen weitere Signale dazu:

  • Die eigenen Ressourcen sind langsam aber sicher aufgebraucht 
  • Langsam bauen wir unser Leben so um, dass wir für unsere „Priorität“ (Kinder, Job, Verein) mehr Zeit und Ressourcen haben – und am einfachsten geht das, wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren.
  • Wir ernähren uns schlechter
  • Die Regeneration fehlt immer mehr
  • Wir greifen (vermehrt) zu Alkohol, Kaffee, Drogen
  • Wir weichen Konflikten aus oder 

Hier kann ein Coach noch gut unterstützen. Indem man als Coach

  • Glaubenssätze anschaut
  • Werte und Muster anschaut
  • Arbeitsaufteilungen anschaut und ändert
  • Die inneren Antreiber identifiziert und aufgelöst
  • Die eigenen echten Bedürfnisse herausgeschält und ihnen wird wieder Raum gegeben
  • Ängste werden identifiziert

In dieser frühen Phase kann vieles aufgearbeitet und das Risiko eines Burnouts massiv gesenkt werden. Achtsamkeit hilft dabei sehr.

 

Burnout-Phase orange

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In der Phase Orange werden die Symptome schon schwerer.

  • Der Körper reagiert
    • Hautausschlag
    • Haarausfall
    • Herzrasen
    • Verdauungsstörungen
    • Schlafstörungen
    • Sexualstörungen
    • nervöse Muskelzuckungen
    • ständige Müdigkeit
    • Vergesslichkeit
    • und vieles mehr
  • Wir bemerken das und machen uns langsam Sorgen
  • Wir erfinden Ausreden für die Müdigkeit, Herzrasen etc.
  • Konflikte werden verdrängt
  • Werte werden umgedeutet
  • Wir verlieren Freunde und wertvolle Beziehungen
  • Gehen nur noch oberflächliche, lose Beziehungen ein, wo wir eine Fassade wahren können
  • Die eigenen Bedürfnisse werden verleugnet

In der Phase Orange kann ein Coach noch „retten“, was zu retten ist:

  • Tragende Beziehungen stabilisieren
  • Lösungen zur Entspannung zum Stabilisieren mit dem Klienten erarbeiten

Wenn Phase Rot eintritt, ist die Arbeit des Coaches nur in enger Zusammenarbeit einer psychologischen Fachperson möglich. Dabei ist die psychologische Fachperson diejenige die den „Lead“ hat – und der Coach richtet sich danach. So ist gewährleistet, dass die therapeutischen Arbeit nicht sabotiert wird.

 

Erkennst du dich in diesem Artikel wieder?